Kinderstadtplan: Zeichnet eure eigene Karte

September 25, 2017
¿Alguna vez has creado tu propio mapa con tus hijos? Ya verás que divertido es.

 

Hast du schon mal mit deinen Kindern einen Kinderstadtplan gezeichnet? Nein? Dann wäre dies vielleicht der passende Moment um es mal auszuprobieren.

Vielleicht kommt dir das auf Anhieb etwas kompliziert vor, und du denkst „Na ja, dass hört sich etwas technisch und langweilig an….!“  

Im Gegenteil! Es ist eine erfinderische Aufgabe für Gross und Klein, in der ihr spannende Aspekte eurer täglichen Umgebung und eure persönliche Erfahrung mit ins Spiel bringen könnt.

Hast du dir den Ort, in dem du lebst schon mal genauer angeschaut? Gefällt er dir? Welche Plätze magst du besonders? Welche überhaupt nicht? An welchen Orten triffst du dich gerne mit Freunden?? Wo spielst du gerne? Wenn du deine Stadt verändern könntest, wo würdest du anfangen? Wie würde dein Traumwohnort aussehen?

Die Karte wird zum kreativen Ausgangspunkt, um mit deinen Kindern den eigenen Wohnort unter die Lupe zu nehmen und neu zu erfinden.

 

Dauer

Diese Aktivität kann nach Belieben mal kürzer oder mal länger gestalten werden. Ich selber habe diesen Workshop in 3 Etappen gemacht. In jeder Etappe haben wir unserer Stadtkarte ein neues Element hinzugefügt: Spielplätze, Straßen, Bäume und Grünzonen etc.  Ihr könnt diese Aktivität aber auch in einer Sitzung beenden.

 

Alter

Diese Aktivität eignet sich am besten für Kinder ab 6 Jahren und ist für die ganze Familie gedacht; auch Erwachsene spielen eine wichtige Rolle.

 

Hast du schon mal einen Kinderstadtplan selbst gemacht?

 

Materialen

  • Ein weisses Blatt.
    Damit ihr genügend Platz für eure Zeichnung habt, empfiehlt es sich grossformatige Papiergundlagen zu wählen. Je grösser desto besser. Mindestgrösse DIN A3!
  • Bleistift und Radiergummi
  • Wachsmalstifte und Wasserfarben.
    Besonders interessante Endergebnisse entstehen durch die Kombination von Wachsmalstiften (als erste Schicht) und Wasserfarben (als zweite Schicht). Alternative Materialien sind sonst auch: Malstifte, Temperafarben, Papier für Kollagen, etc.
    Falls ihr euch für Wasserfarben oder Temperas entscheidet, denkt daran, dass das Papier nicht zu dünn sein sollte, da es sonst aufweicht und stark knittert.

 

Wie zeichne ich eine Karte?

Hast du schon mal einen Kinderstadtplan selbst gemacht?

Welche Besonderheiten hat euer Wohnort?

Ich leite diese Aktivität gerne mit ein paar Fragen über den Wohnort ein. Diese Fragen sollen den Kindern nicht nur beim Entwerfen der Karte helfen, sondern sie auch dazu anregen sich mit ihrem Wohnort auseinanderzusetzen. – Also, das wäre jetzt deine Rolle als Erwachsener.

Im Gespräch mit den Kindern tauchen normalerweise recht schnell bestimmte Eigenarten auf, die den Ort kennzeichnen: ein Fluss, ein Wald, ein Berg, ein See, ein Gebäude, etc. Es ist eine gute Idee, diese Elemente als Anhaltspunkt für die Zeichnung zu wählen, damit sich die Kinder besser orientieren können.

Für meine Workshops in Bilbao habe ich folgende Fragen gestellt: Also, wir fangen Mal mit Bilbaos Fluss an. Wie ist der Fluss? Was für eine Form hat er? Wo auf dem Blatt würdest du ihn am Besten platzieren? In der Mitte, am unteren Rand etc.?

Nachdem der Fluss gezeichnet ist, kann man langsam die Stadt weiter ausbauen. Wie viel Brücken hat der Fluss? Sind sie alle gleich oder unterschiedlich? Etc.

 

Wie fühlst du dich in deinem Wohnort?

Hast du schon mal einen Kinderstadtplan selbst gemacht?

Nachdem die Kinder ihre ersten Orientierungspunkte eingezeichnet haben, können wir nun mit den Orten weitermachen, die für sie eine besondere persönliche Bedeutung haben:

Wo zeichnen wir unser Haus? Wo ist die Schule? Der Park in dem wir immer Spielen? Der Schulweg? Etc.

Sind die Kinder einmal richtig in Schwung, werden sie nun bestimmt selber auf Ideen kommen was sie noch zeichnen wollen. Die Aktivität muss dann also nicht noch weitergesteuert werden. Im Gegenteil, es ist schön, wenn sie langsam ihren eigenen Lauf nimmt.

Auf jeden Fall können aber interessante Gespräche entstehen. Welches ist eigentlich dein Lieblingsort? Was gefällt dir eigentlich gar nicht an diesem Ort? Was würdest du gerne verändern?

 

An die restlichen Bürger denken

In einem weiteren Schritt kann man nun auch die restlichen Bürger mit ins Spiel bringen:

  • Was braucht dieser Ort sonst noch, damit das Zusammenleben funktioniert? (Krankenhäuser? Bürgersteige, Bäume etc.).
  •  Welche Dinge wären nötig, damit sich auch ältere Leute hier wohlfühlen?
  • Was brauchen andere Kinder, um hier glücklich zu sein? Und ihre Eltern?
  • Was passiert eigentlich, wenn jemand in einem Rollstuhl hierher kommt? Ist der Ort so wie er ist dafür geeignet? Was würdest du verändern??

 

Wie du siehst, kann man die Karte endlos ausbauen. Damit es nicht irgendwann langweilig wird, ist die Unterteilung der Aktivität in unterschiedliche Etappen eine gute Idee. Jede Etappe kann auch mit jeweils anderen Materialen gestaltet werden. Ihr könnt zum Beispiel mit Wachsmalstiften beginnen und für die zweite Etappe Wasserfarben wählen.

 

Variationen

Hast du schon mal einen Kinderstadtplan selbst gemacht?

 

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr natürlich die Stadtkarte auch als Modell mit Kartons und Schachteln bauen.

 

Also, viel Spaß beim Gestalten!

Na, wie war’s? Habt ihr Schwierigkeiten gehabt? Teilt eure Tipps mit anderen LeserInnen!

 

P.D. Falls ihr mal nach Bilbao kommen solltet, schaut euch meine interaktive Stadtkarte Remember Bilbao an. Remember Bilbao Map hilft euch die nordspanische Stadt auf spielerische Weise zu erkunden und gleichzeitig eure eigene Karte zu entwerfen.  So könnt ihr aus einem Stadtbesuch ein kreatives Erlebnis für die ganze Familie machen.

Alexi Hofer

Ich bin Alexi, die Gründerin von Little Creativity Suitcase. Ich habe jahrelang als Kunstpädagogin mit Kindern und Jugendlichen in Workshops für Museen, Schulen und Kunsthallen gearbeitet. Ich habe dabei schöne Einblicke in kindliche Kreativität und schöpferische Prozesse erhalten.

Meine Erfahrungen und mein Knowhow möchte ich dir nun zur Verfügung stellen um dir bei der Planung und Gestaltung von kreativen Momenten beizutragen.

Mein Blog steht dir dafür mit praktischen Tipps und der Online Shop mit spannenden Materialien zu Verfügung. Viel Spass beim Stöbern!

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